Teil 4: Die Permayerstrasse im Wandel der Zeit

Diese Strasse ist nach Johann von Permayer, geb. 1828 in Eisenstadt, gest. 1909 in Eisenstadt, benannt. Er war Ritter des Franz-Josefs-Ordens, und er war auch Bürgermeister der Freistadt Eisenstadt von 1883 bis 1892. Er folgte seinem Vater Josef nach dessen Tod im Jahre 1857 als Stadtrichter nach.

Früher hieß diese Straße "Waschstattstraße", weil an ihrem Ende, wo sich jetzt das Landhaus Neu befindet, ein Auslaufbrunnen war, an dem die Hausfrauen - außerhalb der Stadtmauern - ihre Wäsche wuschen.
Nach der Umbenennung wurde die nördlich parallel verlaufende Straße in "Waschstattstraße" benannt, weil auch sie zu dieser Waschstatt führte. Und sie heißt heute noch so.

Doch zurück zur Permayer-Straße, die auf alten Ansichten auf den ersten Blick kaum zu erkennen ist.
Quelle: Fotosammlung Margarete Kohs

Blick vom Landhaus zur Stadt, rechts der Garten der Mozelt-Villa, heute Landhaus Neu, vor dem Garten neben dem Baum das Rauchfangkehrer-Kreuz.
 
11.12.2019
Foto: Hans Larnhof


Rauchfangkehrer-Kreuz
Quelle: Fotosammlung Margarete Kohs

Das Waschstatt- oder Rauchfangkehrer-Kreuz und dahinter der Brunnen um 1930
 11.12.2019
Foto: Hans Larnhof

 Rückseite:
 "Dises Creutz hat Gott und Maria seiner lieben Muetter zu Lob und Ehr aus ewiger Gedechnus machen lassen der ehrsame Maister Karl Werner Rauffangkorer in der Eisenstatt Anno 1680"

Ein ähnlicher Blick auf die Mozelt-Villa mit Garten um 1923:


Quelle: Fotosammlung Margarete Kohs



 11.12.2019
Foto: Hans Larnhof

Die Mozelt-Villa wurde in den 1970er-Jahren geschliffen, ab 1973 wurde hier das „Landhaus-Neu“ errichtet und im Juli 1977 feierlich eröffnet.


Quelle: Fotosammlung Margarete Kohs

Nun ein Blick vom Landhaus Richtung Stadt um 1930:


Quelle: Fotosammlung Margarete Kohs
 
Das Haus Kropf, nach der Kreuzung das Fürst-Haus
  
11.12.2019
Foto: Hans Larnhof
Etwas weiter Richtung Stadt:
 


Quelle: Fotosammlung Margarete Kohs
Links der ca. 2 m tiefer liegende Garten, heute Familie Dr. Frank,
danach Gefangenenhaus, heute Haus der SPÖ, und Bezirksgericht
Rechts Haus des Tierarztes Dr. Hönig, dann das Wohnhaus der Familie Zorn, danach die Ärztekammer

11.12.2019
Foto: Hans Larnhof
Dieses Bild, aufgenommen vom Hyrtlplatz, stammt vom Dezember 1928.
 
Quelle: Fotosammlung Margarete Kohs
 
Am Beginn steht rechter Hand das Bezirksgericht, noch mit ungarischer Beschriftung, das heute das Eich- und Vermessungsamt und das Arbeitsinspektorat beherbergt.
Links an der Ecke zur Berggasse das Haus Pöllinger, danach das Haus mit Garten des Notars Dr. Brada, und danach das einstöckige Haus der Ärztekammer.

Während des 2. Weltkrieges befand sich im Gerichtsgebäude das "Amtsgericht"

Quelle: Fotosammlung Margarete Kohs


11.12.2019
Foto: Hans Larnhof
Ein Stück weiter Richtung Landhaus ein Bild um 1923:


Quelle: Fotosammlung Margarete Kohs
 
Links sieht man den Garten des Notars Dr. Brada, danach die Ärztekammer, das Wohnhaus der Familie Zorn, danach das Wohnhaus des Tierarztes Dr. Hönig, ein Stadel der Familie Horvath, ein Bürogebäude, ein Garten (die Bezirkshauptmannschaft ist noch nicht gebaut), am Ende Mozelt-Garten und -Villa, wo heute das Landhaus Neu steht.
Rechts ein tiefliegender Garten, worauf sich später ein Gefangenenhaus befand, ab den 1970er Jahren bis heute das Haus der SPÖ, danach die noch nicht existierende Häuser Nr. 4 (Dr. Frank) und Nr. 6, und nach dem Garten das Wohnhaus Pleininger, Nr. 8, in dem heute Dr. Tölly die Ordination hat. Dann folgt das Geburtshaus von Gustinus Ambrosi, in dem später das Arbeitsamt unterkam, und zuletzt 2 Häuser der Familie Fürst.

11.12.2019
Foto: Hans Larnhof


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